In den…
…Wäldern sind Dinge, über die nachzudenken
man jahrelang im Moos liegen könnte.
Franz Kafka
Anguane
…Wäldern sind Dinge, über die nachzudenken
man jahrelang im Moos liegen könnte.
Franz Kafka
Was diesen Landstrich ausmacht ist
fraglos locker blühende Natur dicht
vertraute knorrige Laubhölzer durchsetzt
von mediterran sprühenden Nadelwelten.
Das leichtere Leben.
Berg und Tal in symbiotischer Schönheit, die
Begegnung des scheinbar Untrennbaren.
Und dazwischen wir.
Nur für einen Moment.
Man muß weggehen können
und doch sein wie ein Baum:
als bliebe die Wurzel im Boden,
als zöge die Landschaft und wir ständen fest.
Hilde Domin
…aus dem Film “Die Päpstin” möchte ich allen meinen Lesern und Leserinnen ein angenehmes, harmonisches und genussvolles Fest sowie einen guten Rutsch in das kommende Jahr 2012 wünschen. Weiterhin danke ich für treue Begleitung und Austausch!
Der zwölfte erklingt in sattem Moll, variiert
zwischen stummer Kapitulation und
jähem Widerstand. Bäumt sich auf
zu elegischen Akzenten. Betont leicht
bekümmert die in ihm vorhandene
stille Dramatik. Bricht in
doppeltem piano. Intoniert hernach
erholsam sanft, drängend sodann
(ja, fast wütend) in
wild-sequentierten, beinahe
atemlosen Läufen. Verliert und
findet wieder die eigene
reifere Melodie. Trifft nach schier
endloser Dauer auf ruhevoll,
anmutige Harmonien. Trägt sich
ohne ausweichendes
da capo
al fine
Fast aus dem Nichts
leuchten sie so laut
sie können so sanft
sie können so strahlend
sie können.
Viel Zeit verbringen sie
mit stummen Schreien,
die zeugen von
ihrer Angst von
ihrer Sehnsucht nach
Leben nach
Licht nach
Mehr dem Himmel
entgegen.
Und fallen doch.
… Abhängigkeit ist der schönste Zustand, und wie wäre der möglich ohne Liebe.
Goethe
Muss sich vor Jahren
eingeschlichen haben nachts
in deinen Schlaf.
Muss sich dort festgesetzt haben
im verworrenen Gebilde
des Gehirns,
um sich dauerhaft einzurichten.
Muss sich manchem traurigen
Widerspiel ausgesetzt haben,
um seine Wahrheit
zu bezeugen.
War schließlich und fast
unerwartet der
Gewinner im Ring.
Wird er halten, was er versprach?
…was wir verbringen: siehe,
Benanntes ist vorbei und jedes Sein
erfindet sich im letzten Augenblick
und will nichts hören / Wink von Zeichen, kaum
ein Blatt verkehrts: wir aber sind schon anders,
verleugnen, lächeln, kennen schon nicht mehr,
was gestern Glück war. Und die Göttin selbst
schwankt über uns.
Rainer Maria Rilke